Lebensraum der Pferde

Ein reiner Pflanzenfresser

Ein Pferd frisst hauptsächlich Gras. Aber auch Blätter, Gemüse, Fruchte und Getreide. Wenn ein Pferd frei auf der Weide leben kann, ernährt es sich fast nur von Gras. Es ist aber kein eintöniger Speiseplan. Die vielen verschiedenen Grassorten schmecken nämlich ganz unterschiedlich.

 

Pferde und Kühe

Kühe sind Wiederkauer. Ihr Magen hat mehrere Abschnitte. Bereits geschluckte Nahrung befördert sie zurück in ihr Maul und kaut es noch einmal. Das Pferd hat dagegen einen nicht unterteilten Magen. Es besitzt aber einen sehr langen Darm, der genau so funktioniert wie der der Wiederkauer. Kühe verarbeiten ihre Nahrung viel besser als Pferde. Ein Kuhfladen ist ziemlich weich und ohne Körner und Essensreste. In festen Pferdeäpfeln kann man dagegen immer noch Getreidekörner finden. Daher müssen Pferde etwa doppelt so lange grasen wie Kühe: Ungefähr 16 Stunden am Tag! Wenn nicht genug Nährstoffe im Gras enthalten sind, fressen sie einfach mehr davon. So haben sich früher auch die Wildpferde ernähren können.

 

 

Ein echter Nomade

Bevor Pferde gezähmt wurden, zogen sie wie Nomaden durch das Land, auf der Suche nach Wasser und Nahrungsangebot. Strecken von mehreren Kilometern am Tag waren keine Seltenheit. Pferde sind zur Bewegung geboren!

Ein Herdentier

Ein einsames Pferd ist unglücklich! In freier Wildbahn leben Pferde in Familien, die aus 3 – 10 Mitgliedern bestehen. Ein Hengst war meist für ein bis drei Stuten verantwortlich. Die Zebras die mit den Pferden verwandt sind, leben in Afrika noch heute so. Pferde soll man also nie allein halten.